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Die Videoarbeiten sind Mischungen aus Film, Foto, Malerei und Zeichnung. Sie balancieren zwischen realer und künstlicher Wirkung. Sie entstehen aus ein oder mehreren Fotos. Diese Fotos bearbeite ich am Computer und setze sie zu einer Filmsequenz zusammen. Das Ergebnis wirkt wie ein sich langsamveränderndes Foto. Es gibt keinen Schnitt, keinen Schwenk, keinen Zoom, meist auch keinen Ton.
Die Videos werden erst spannend, sobald der Betrachter sich darauf einlässt und damit in seinem Kopf arbeitet. Analog ist es bei den konzeptuellen Arbeiten. Auch hier muss der Betrachter seine Erfahrungen reflektieren und wird aufgefordert, seine Erlebnisse in das Werk einzubringen („1001 Geheimnis“). Die Videoarbeiten entwickeln sich in letzter Zeit zu mehrteiligen Installationen. Sie beziehen den Raum ein und damit den Betrachter auch körperlich. Als Konsequenz wurde die neueste Arbeit „Adam & Eve“ mit In letzter Zeit interessiert mich das Spannungsfeld zwischen identisch und verschieden / nicht identisch, zwischen einer Idee und der Vielfalt ihrer Realisierungen. Der „Mann aus Oberwesel“ durchläuft unterschiedliche Varianten der Physiognomie und des Gesichtsausdrucks, dadurch beim Betrachter wechselnde Beurteilungen, ist dabei aber immer als dieselbe Person erkennbar. „Die Froschkönigin“ ruft bei Jedem eine andere Geschichte und andere Gefühle zum allseits bekannten, aber von Jedem anders erinnerten Märchen ab. In der Konzeptarbeit „1001 Geheimnis“ gibt es die Idee der Tabuzone, des Bereichs der Geheimnisse in den Köpfen der Teilnehmer und als Vereinbarung unserer Kultur. Dagegen stehen in Umschlägen verschlossen oder später in Blindenschrift verschlüsselt die vielen individuellen Geheimnisse. „Chronos “ wiederum stellt die Idee des Zentrums dar, - das nie dauerhaft erreicht wird -, ist aber blind dafür was außerhalb ist. Bei „Adam & Eve“ geht es um das Spannungsfeld zwischen den Idealbildern „Adam“ und „Eve“ und extremer, nicht idealisierter Individualität. Meine Arbeit ist für mich ein Nachdenken und Fragen aufwerfen in Form Bildern und Konzepten. Dabei lasse ich mich von Mythen, Bildmotiven, Glaubenswelten, Philosophie ebenso inspirieren wie von den aktuellen Forschungsergebnissen der Psychologie und Gehirnforschung. Im Idealfall stoßen die Arbeiten bei den Betrachtern Denkprozesse an die in viele Richtungen gehen. |